Zeichengenaue Erstellung einer Annotation teilweise unmöglich

Jan J. hinzugefügt 1 Woche her
bekannt

Liebes Citavi-Team,


Das ist einer der Bugs aus dem alten Forum:

Man nehme beispielhaft dieses Dokument. Was in Citavi nicht geht, ist es in Tz. 1.04 nur bis "50 Years." markieren. Stattdessen wird man gezwungen, entweder die gesamte Zeile zu markieren, oder aber auch einen Teil der Zeile drüber aus der Markierung zu löschen. Die Textauswahl erfolgt erst einmal noch zeichengenau erfolgt. Nur sobald ich den Mausbutton loslasse, wird die Markierung plötzlich viel größer, als der ausgewählte Text. Wenn ich das ganze in https://www.pdftron.com/webviewer/demo/ öffne, kann ich präzise Markierungen mit korrektem Textinhalt erstellen.

Beste Grüße

Jan Jakob


PS: Ich sehe gerade, dass ich den verwandten Bug, was passiert, wenn man extern eine präzise Markierung erstellt, hier bereits übertragen habe. M.E. nach bedarf es hier also keiner gesonderten Antwort, aber vielleicht hilft es anderen Leidtragenden, die Teilprobleme separat als Bug ins Forum zu stellen.

Antworten (4)

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Lieber Jan Jakob,

das Problem tritt nur in den Zeilen auf, die eine hochgestellte Zahl enthalten.

Diese steht "zwischen den Zeilen" und wird von Citavi nicht mehr korrekt erkannt.

Eine schnelle Lösung können wir hier leider nicht anbieten.

In diesen Fällen würden Sie den Text des wörtlichen Zitats von Hand korrigieren.

Viele Grüße

Jana

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Liebe Jana,

Es gibt drei Punkte, die ich dem entgegnen möchte, unter Berücksichtigung davon, dass es nicht meine Entscheidung ist, wann Citavi Bugs fixt, und ich mir das auch nicht anmaßen möchte. Vom Generellen zum Speziellen.

1. Der Bug ist seit drei Jahren in der PDF-Komponente, seit diese veröffentlicht wurde. Die Dokumente mit denen Citavi Probleme macht, machen in keinem anderen PDF-Reader Probleme, noch nicht einmal in PDFtrons eigener PDF-Demo-App. Ich verstehe den Elan, eine Webversion zu programmieren, aber eine Kernfunktion, welche vor drei Jahren eingebaut wurde, funktioniert immer noch nicht.

2. "[D]as Problem tritt nur in den Zeilen auf, die eine hochgestellte Zahl enthalten" In dem Dokument? Ja. Grundsätzlich: Nein. Siehe Video.

3. Selbst wenn es daran liegen würde, dass manche Zeichen zwischen den Zeilen liegen, erklärt das meiner Ansicht nach nicht, warum Citavi die Auswahl, welche ich beim Markieren treffe, nicht respektiert.

Ihre Erklärung "Ziffer zwischen den Zeilen" würde erklären, warum in meinem schottischen Beispieldokument eine Markierung von den Wörtern "The second provision" bis " in contact for 50 years." den Inhalt "The second provision would allow the holders of corporeal moveable property deposited with or lent to them to become owner of that property4 if the owner (or the owner’s successor) has not been in contact for 50 years." erhalten würde, also die 4 an die falsche Stelle käme. Das wäre mir ehrlich gesagt ziemlich egal. Ich lösche die Fußnotenzeichen eh immer, und das lässt sich trivial automatieren.

Die Erklärung kann nicht erklären, warum es in Citavi zwar möglich ist, von "The second provision" bis " in contact for 50 years." zeichengenau auszuwählen, die entstandene Markierung aber in dem Moment, in dem man die Maustaste loslässt, sich automatisch vergrößert. Wiederum: das Verhalten erlebe ich in keinem anderem Programm, auch in PDFtron nicht, und, ich muss es noch mal wiederholen, weil es so unglaublich ist: die Auswahl erfolgt zeichengenau, Citavi springt aber im Moment des Tasten-Loslassens eigenmächtig um. Das lässt sich rationell einfach nicht erklären, und bringt mich seit drei Jahren mehrfach täglich an den Rand der Verzweiflung.

Noch mal zurück zum allgemeinen Punkt: Ich habe schon festgestellt, dass das Problem eher bei gescannten Werken (mit denen wiederum jedes andere Programm außer Citavi gut umgehen kann) auftritt, wie sie etwa Hein Online oder Jstor anbieten, und daher vielleicht eher in solchen Disziplinen relevant ist, in denen viel mit älteren Quellen und damit Scans gearbeitet wird auftritt – Ich muss ganz ehrlich sagen: ich habe den Verdacht, dass dieses Szenario und diese Nutzergruppe - viel Arbeit an gescannten Quellen - in der Entwicklung von Citavi nicht immer klar vor Augen steht (das ist ja etwa der Grund, warum ich meine PDF-Sammlung nicht komprieren lassen würde, nicht wegen der ganzen schönen Grafiken, sondern weil das ganze Dokument eine einzige Bitmap mit unsichtbarer Textebene ist, weil es halt ein gescanntes mehrere hundert Jahre altes Originaldokument ist), aber ich kann auch nicht der einzige sein, der das macht.

Beste Grüße

Jan Jakob

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Vielleicht um das zu ergänzen zu Punkt 1): es kann gut sein, dass ich in den drei Jahren, seit es die PDF-Komponente gibt, der einzige bin, der das Problem hatte – dann, nun ja, mich würde das immer noch stören, dass Citavi an PDFs scheitert, welche jeder andere Reader annotieren kann, aber ich könnte dann verstehen, dass betriebswirtschaftlich denkendere Entwickler anders entscheiden. Anderseits: gescannte PDFs, von Hein und Jstor, sind ein nicht gerade kleiner Teil der wissenschaftlichen Literatur, gerade im nicht-deutschsprachigen Raum. Es übersteigt daher mein beschränktes Vorstellungsvermögen dass ich wirklich der einzige bin.

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Noch zwei weitere Beobachtungen,welche m.E. duch das Argument "Citavi erkennt die 4 an hochgehobener Stelle als zur oberen Zeile gehörig" nicht so ganz erklärt werden.

Erstens kann ich zeichengenau eine Markierung von "The second provision would allow the holders of corporeal moveable property deposited with or lent to them to become owner of that property if the 4" und eine von "owner (or the owner’s successor) has not been in contact for 50 years. y [sic!]" erstellen. Warum kann man die Zeilen getrennt zeichengenau auswählen (das Fußnotenzeichen ist mir ja egal, dessen Position im Wissenselement auch), aber in der Kombination nicht?

Und zweitens, was macht eigentlich dieses y, welches Citavi in das aus der unteren Zeile erstellte Wissenselement einfügt? Von denen habe ich auch Dutzende, wenn ich versuche, eine externe Annotation in ein Wissenselement umzuwandeln. Wo nimmt Citavi die her?