Ungewollte Großschreibung des Titels von Journal-Artikeln im Literaturverzeichnis nach APA 7th Ed

johannes s. hinzugefügt 2 Monaten her
beantwortet

Liebe Citavi Community,


folgendes Problem:

Im Literaturverzeichnis sind bei mir die Titel von manchen Journal-Artikeln mit großen Anfangsbuchstaben für alle Wörter, manchmal nur für Wörter am Satzanfang.

eigentlich sollte laut APA 7th Ed wie folgt zitiert werden:

"Lastname, F. M., & Lastname, F. M. (Year). Title of article. Title of Periodical, Vol.(Issue), page numbers. DOI

Drollinger, T., Comer, L. B., & Warrington, P. T. (2006). Development and validation of the active empathetic listening scale. Psychology & Marketing, 23(2), 161-180. https://doi.org/10.1002/mar.20105"

https://owl.purdue.edu/owl/research_and_citation/apa_style/apa_formatting_and_style_guide/reference_list_electronic_sources.html


Gibt es eine Möglichkeit den Zitierstil so anzupassen, dass er bei Journal-Artikeln die Groß- und Kleinschreibung von APA 7th Ed berücksichtigt?


Beste Grüße und vielen Dank für Ihre Hilfe

Johannes

Beste Antwort
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Hallo Johannes,

vielen Dank für Ihre Rückfrage.

Der einzige Weg, um sicherzustellen, dass diese Vorgabe erfüllt wird, ist tatsächlich die Eingabe des Titels in Citavi in exakt der gewünschten Weise.

Während sich die Anforderung, einen Titel oder einen Zeitschriftennamen in "Title Case" auszugeben, gut erfüllen lässt, ist dies bei "Sentence case" leider nicht der Fall.

Die wenigen Ausnahmen im "Title Case"-Format lassen sich auf praktikable Weise im Skript hinterlegen.

Bei der "Sentence case"-Ausgabe hingegen sollen ja (außer dem ersten Wort) alle Wörter kleingeschrieben und nur Eigennamen großgeschrieben werden. Diese müssten daher alle (!) einzeln im Skript als Ausnahme hinterlegt werden. Dies ist abgesehen von der Menge aber auch deshalb unmöglich, weil sich oftmals nicht eindeutig festlegen lässt, ob ein bestimmtes Wort ein Eigenname ist oder nicht.

Zum Beispiel: <may> kann sich entweder auf den Monat (oder einen Vor- oder Nachnamen) beziehen oder als Hilfsverb fungieren. Im "Sentence case"-Format sind diese verschiedenen Bedeutungen durch die Klein- bzw. Großschreibung des Worts unterscheidbar. Sobald ein Titel mit dem Wort bei Ihnen jedoch bereits im "Title Case"-Format vorliegt, wird es im jedem Fall großgeschrieben, so dass die Information unwiederbringlich verloren gegangen ist, was genau gemeint ist.

Wenn Sie die Mühe nicht scheuen, im Skript in Zeile 97-106 alle Ausnahmen mit den Eigennamen aus Ihren zitieren Quellen zu ergänzen, können Sie den verwendeten Stil mithilfe des Zitationsstil-Editors anpassen (s. Handbuch) und bei den betreffenden Titel-Komponenten dieses Skript einbauen. Die Beschreibung zum Skript inkl. Anleitung finden Sie hier.

Sollte bei Ihnen der Fall auftreten, dass wie bei dem <may>-Beispiel ein Wort mal groß- und mal kleingeschrieben werden soll, müssten Sie dies am Ende der Publikation manuell korrigieren. Sie würden dann alle von Citavis Word Add-in eingefügten Felder in Text umwandeln, s. Screenshot: https://www.screencast.com/t/G5kOFDj3ssnX

Die Schritte im Einzelnen:

  1. Öffnen Sie das Dokument, in das Sie Referenzen mit Hilfe des Word Add-ins eingefügt haben.
  2. Klicken Sie in der Registerkarte "Citavi" auf "Umwandeln" > "Citavi-Felder in Text umwandeln".
  3. Citavi erstellt eine Kopie des Word-Dokuments. Speichern Sie diese Word-Datei unter einem neuen Namen ab.
  4. Nun können Sie im Literaturverzeichnis manuelle Anpassungen vornehmen.

Viele Grüße

Susanne

Kommentare (5)

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Guten Tag Johannes

Für das Literaturverzeichnis heisst es "Publication manual of the American Psychological Association (7th ed.)" im Kapitel 6.7:

APA Style uses two types of capitalization for titles of works and headings within works: title case and sentence case. In title case, major words are capitalized. In sentence case, most words are lowercased. Nouns, verbs (including linking verbs), adjectives, adverbs, pronouns, and all words of four letters or more are considered major words. Short (i.e., three letters or fewer) conjunctions, short prepositions, and all articles are considered minor words.


[...]

When to Use Sentence Case. Use sentence case for the following:

•titles of articles, books, reports, webpages, and other works in reference list entries, even if title case was used in the original work (see also Section 9.19)

Golden, A. R., Griffin, C. B., Metzger, I. W., & Cooper, S. M. (2018). School racial climate and academic outcomes in African American adolescents: The protective role of peers. Journal of Black Psychology, 44(1), 47-73. https://doi.org/10.1177/0095798417736685

[...]

Dieses Ergebnis sollten Sie also erhalten, wenn in Ihrem Citavi-Projekt die Eingabe im Feld Titel nicht bereits Wörter mit grossen Anfangsbuchstaben enthält:

fc56f83f4d30b57845fb3efa03c5e34e

Das Beispiel zeigt auch, dass Citavi nicht einfach per Skript selbst dafür sorgen darf, alle Wörter bis auf das erste kleinzuschreiben. Wenn Sie also durch eine Recherche z.B. die Titeldaten in Citavi alle in Grossbuchstaben erhalten haben, müssten Sie diese in Ihrem Projekt händisch korrigieren.

Freundliche Grüsse

Peter

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Bei den Periodicals scheint ein ähnliches Script für Title Case zu funktionieren, denn dort werden unabhängig davon, ob das Periodical groß oder klein eingetragen ist, dieses in Title Case zitiert. Dabei bleiben meiner bisherigen Beobachtung nach minor words, z.B. and/in klein.

Es wäre schon sehr unliebsam, jetzt alle 200 Titel zu überprüfen und händisch in Sentence Case zu setzen.

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Hallo Johannes,

vielen Dank für Ihre Rückfrage.

Der einzige Weg, um sicherzustellen, dass diese Vorgabe erfüllt wird, ist tatsächlich die Eingabe des Titels in Citavi in exakt der gewünschten Weise.

Während sich die Anforderung, einen Titel oder einen Zeitschriftennamen in "Title Case" auszugeben, gut erfüllen lässt, ist dies bei "Sentence case" leider nicht der Fall.

Die wenigen Ausnahmen im "Title Case"-Format lassen sich auf praktikable Weise im Skript hinterlegen.

Bei der "Sentence case"-Ausgabe hingegen sollen ja (außer dem ersten Wort) alle Wörter kleingeschrieben und nur Eigennamen großgeschrieben werden. Diese müssten daher alle (!) einzeln im Skript als Ausnahme hinterlegt werden. Dies ist abgesehen von der Menge aber auch deshalb unmöglich, weil sich oftmals nicht eindeutig festlegen lässt, ob ein bestimmtes Wort ein Eigenname ist oder nicht.

Zum Beispiel: <may> kann sich entweder auf den Monat (oder einen Vor- oder Nachnamen) beziehen oder als Hilfsverb fungieren. Im "Sentence case"-Format sind diese verschiedenen Bedeutungen durch die Klein- bzw. Großschreibung des Worts unterscheidbar. Sobald ein Titel mit dem Wort bei Ihnen jedoch bereits im "Title Case"-Format vorliegt, wird es im jedem Fall großgeschrieben, so dass die Information unwiederbringlich verloren gegangen ist, was genau gemeint ist.

Wenn Sie die Mühe nicht scheuen, im Skript in Zeile 97-106 alle Ausnahmen mit den Eigennamen aus Ihren zitieren Quellen zu ergänzen, können Sie den verwendeten Stil mithilfe des Zitationsstil-Editors anpassen (s. Handbuch) und bei den betreffenden Titel-Komponenten dieses Skript einbauen. Die Beschreibung zum Skript inkl. Anleitung finden Sie hier.

Sollte bei Ihnen der Fall auftreten, dass wie bei dem <may>-Beispiel ein Wort mal groß- und mal kleingeschrieben werden soll, müssten Sie dies am Ende der Publikation manuell korrigieren. Sie würden dann alle von Citavis Word Add-in eingefügten Felder in Text umwandeln, s. Screenshot: https://www.screencast.com/t/G5kOFDj3ssnX

Die Schritte im Einzelnen:

  1. Öffnen Sie das Dokument, in das Sie Referenzen mit Hilfe des Word Add-ins eingefügt haben.
  2. Klicken Sie in der Registerkarte "Citavi" auf "Umwandeln" > "Citavi-Felder in Text umwandeln".
  3. Citavi erstellt eine Kopie des Word-Dokuments. Speichern Sie diese Word-Datei unter einem neuen Namen ab.
  4. Nun können Sie im Literaturverzeichnis manuelle Anpassungen vornehmen.

Viele Grüße

Susanne

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Vielen Dank für die beiden Antworten!


Eine Nachfrage habe ich noch, und zwar bezüglich der Word-Datei. Ist eine Word-Datei bei der ich mit Citavi zitiert habe für andere genau so lesbar wie für mich, oder wird es, wenn jemand kein Citavi verwendet, anders angezeigt? Was passiert, wenn Citavi abschmiert und es deinstalliert werden muss oder irgendwann die Lizenz ausläuft. Sollte ich alle Dokumente vorher auch noch in einer Version ohne Citavi-Felder sichern?

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Hallo Johannes,

vielen Dank für Ihre weitere Frage.

Wenn ein Nutzer ohne Citavi ein Word-Dokument mit Citavi-Nachweisen öffnet, werden diese weiterhin als Felder angezeigt, gut zu erkennen daran, dass sie grau hinterlegt erscheinen, wenn Sie hineinklicken. Die vom Word Add-In eingefügten Felder verhalten sich genauso wie Felder, die Sie mit Word einfügen: Inhaltsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Seitenzahlen etc. D.h. unter anderem auch: Jede manuelle Änderung an einem Feld geht verloren, sobald Sie oder Word oder Citavi eine Aktualisierung der Felder initiieren. Ohne Verbindung zu Citavi können die Felder aber natürlich nicht aktualisiert werden.

Wenn Sie Ihr Dokument weitergeben, beachten Sie bitte folgende Hinweise: https://www1.citavi.com/sub/manual6/de/index.html?proofreading-tips.html

Um zu sehen, wie ein Word-Dokument mit Citavi-Feldern für Nicht-Citavi-Nutzer aussieht, können Sie das Dokument einmal öffnen, während Citavi noch geschlossen ist. (Den Citavi-Reiter und den Aufgabenbereich auf der linken Seite denken Sie sich bitte weg.)

Auch nach der Deinstallation von Citavi können Sie das Programm jederzeit wieder installieren und (ggf. dann im Free-Modus) nutzen.

Falls Ihre Campuslizenz abläuft und Sie diese nach dem Verlassen der Hochschule nicht mehr verlängern können, startet Ihre Citavi-Installation im Free-Modus. Im Free-Modus können Sie weiterhin:

  • in Ihrem Projekt suchen
  • Titellisten drucken
  • Publikationen erstellen
  • die bibliographischen Daten exportieren

Die einzige Einschränkung ist also, dass Sie nach Überschreitung der Grenze von 100 Titeln in Ihren Projekten keine neuen Daten mehr eingeben können. (Sie haben dann aber die Möglichkeit, selbst eine rabattierte Lizenz für Citavi for Windows zu erwerben.)

Falls Sie einmal an einem Rechner ohne Citavi die Felder in statischen Text umwandeln müssen, gehen Sie folgenden Weg:

  1. Wichtig: Arbeiten Sie nicht mit dem Original-Dokument, sondern erstellen Sie mit dem Windows Dateimanager eine Kopie Ihrer Word-Datei (Datei markieren > kopieren > einfügen).
  2. Öffnen Sie die Kopie.
  3. Markieren Sie in der Kopie den gesamten Text (Strg+A).
  4. Drücken Sie die Tastenkombination Strg+Shift+F9. Diese Funktion wandelt ALLE Felder in Text um. Das ist eine reine Word-Funktion, und geht auch, ohne dass Citavi läuft.

Bitte beachten Sie: Auf diese Weise werden auch andere Word-Felder zu statischem Text: Seitenzahlen, Inhaltsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis.

Viele Grüße

Susanne