Pre-Print als eigener Dokumententyp

Max R. hinzugefügt 2 Jahren her
in Prüfung

Mit der zunehmenden Verbreitung von Pre-Prints (arXive, bioarXive,...), nun nichtmehr nur in der Physik sondern auch anderen Naturwissenschaften, sollte dafür ein eigener Dokumententyp geschaffen werden, um diese Einträge von "Grauer Literatur" abzugrenzen! Der Picker dürfte ja schon dahingehend angepaßt worden sein, da er auch arXive-IDs wie DOIs erkennt und verarbeiten kann.


lg

Max

Antworten (3)

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Hallo Max

Das ist in der Tat zusammen mit weiteren neuen Dokumententypen zu diskutieren.

Freundliche Grüsse

Peter

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Hallo Peter,


Gibt es schon was neues zum Thema "Pre-Print"? Ich arbeite aktuelle zu einer Publikation zum Thema "Corona" (in Soziologie) und aufgrund der Aktualität des Themas stoße ich rechthäufig auf PrePrint/Working Paper ect. und bin recht unsicher, wie ich die in Citavi einpflegen soll. Ich würde mich sowohl über eine grundständige Implementierung als auch über einen kurzfristigen Workaround Tipp freuen.


Beste Grüße,

Timo

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Hallo Timo

Eine eingebaute Lösung gibt es nicht. Ich habe mir aber nochmal unsere Zitationsstile angeschaut. Ein häufiges Muster für das Zitieren von Preprints besteht darin, ohne den Zusatz "preprint", "forthcoming" etc. zu arbeiten. Stattdessen unterschieden sich die Artikel von den publizierten darin, dass bestimmte Metadaten fehlen: Jahrgang, Heftnummer, Seitenzahlen. Stattdessen findet sich immer die Angabe einer URL oder DOI.

Der verbreiteste Zitationsstil der Welt (behaupte ich), empfiehlt - der obigen Konvention folgend - diese Ausgabe.

Freundliche Grüsse

Peter

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Hallo Peter,


Es ginge ja nicht nur um die Formatierung beim Zitieren, sonder auch darum, schnell alle Pre-Prints in einem Projekt - eben über den Dokumententyp - handeln zu können. Beispielweise um zu überprüfen, ob es zu einem Pre-Print inzwischen ein peer-reviewtes Paper gibt. Aktuell behelfe ich mir dabei mit dem erstellen einer "Aufgabe", und erstelle Pre-Print-Einträge als "graue Literatur"...ist aber weder der Sinn und Zweck des einen noch des anderen Datenbankfelds... ;-)


lg


Max

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Hallo Max

Entschuldige, ich bin so auf das Zitieren fixiert, dass ich das aus dem Auge verloren habe.

Vielleicht wäre es als Zwischenlösung aber in diesem Fall hilfreich mit der Funktion "Gruppen" zu arbeiten. So könnte jeder Titel im Projekt einem Schritt im Publikationsprozess zugewiesen werden: Pre-Print, Reviewed, Published, Retracted (oder so ähnlich).

Wäre das ggf. auch eine Option für Sie?

Freundliche Grüsse

Peter

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Es wäre auch ein "Workaround", ja. Aber ein Pre-Print stellt ja eben eine tatsächliche eigene Dokumentenkategorie dar, die extra dazu geschaffen wurde, "zitierfähig" zu sein. Dagegen von Dokumenten die gerade "submitted - under review,- in revision" sind, bekommt man ja idR nichts mit, und kann diese schon gar nicht zitieren. "Published" trifft dagegen sowieso auf alle regulären Papers/Zeitschriftenartikel zu.

Spannend ist die Sache mit "retracted"...denn so was zitiert man ja in der Regel nur, wenn man genau auf den Umstand, dass es retracted ist, hinweisen möchte. Ansonsten könnte man da aber eine extra "Flag"-Möglichkeit andenken, so dass solche Papers in einen roten Rand, Blinklicht, Texthinweis oder sonstige Warnsignale bekommen, damit man sie tunlichst eben *nicht* zitiert. Andererseits...auf wie viele Artikel in der eigenen Datenbank tifft das in der Regel zu, wenn man sich nicht aktiv damit beschäftigt.

...das wäre sowieso ein eigens Thema, das man mMn auf der Ebene der DOI-Verwaltung angehen müsste, so dass retracted papers in der DOI-Datenbank geflagged werden, und darauf hin Programme wie Citavi routinemäßig Abfragen machen können, um Retractions zu tracken...den bitte wer überprüft händisch bei jeder eigenen Publikation, ob von den Quellen, die man bisher bedenkenlos verwendet hat, in der Zwischenzeit nicht doch was retracted wurde - man bekommt ja nur die "großen Skandale" im eigenen Feld mit, aber nicht alles, was auf Nebenschauplätzen passiert.

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Das ist ein Prozess-/Arbeitsstand und m. E. kein Dokumententyp. Peer-Review ist ja auch kein Dokumententyp, sondern eine Schritt der Inhaltserstellung.

Als ich las, dass es um das Auffinden ging, musste ich auch an Gruppen denken, aber das ist ja bereits vorgeschlagen worden. Man kann sich die Suche nach Zeitschriften-Artikel und dann nach einer Gruppe auch als Suche speichern.

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Pre-Prints sind Dokumententypen, da sie vom Autor dafür vorgesehen sind, bereit sin die Öffentlichkeit zu gehen. Genau dafür würden Pre-Print Server und Archive geschaffen, die diesen Pre-Prints DOIs und das dazugehörige Regelwerk verpassen, damit diese bereits mit einem stabilen Identifier zitierfähig sind. Der großteil des aktuellen wissenschaftlichen Diskurses zu C19 basiert auf Pre-Prints, da die Community und Journals in dem Bereich mit dem Peer-Review nicht mehr hinterher kommt. In der Regel handelt es sich dabei um Manuskriptversionen, wie sie zum Peer-Review eingereicht wurden, und aus Sicht der Autoren "fertig" sind - nicht um irgendwelche halbfertigen Manuskriptfragmente, die man halt irgendwie schon in Citavi verwalten möchte. Speziell in der Medizin und Physik ist das Zitieren von Pre-Prints gang und gäbe.


lg


Max

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Ich unterscheide auch nicht zwischen lektorierten Büchern und unlektorierten Büchern. Peer-Review ist ja auch nichts anderes als ein formal anonymes Lektorat. Aber jeder soll machen, was und wie er es will. :-)

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Hallo,

sollen die im LitVZ besonders dargestellt werden? Ich würde im Titelzusatz "Pre-Print" angeben und fertig.

Grüße

Bebbi

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Öhm...nein...in das Titel(zusatz)feld gehört der Titel(zusatz), und nicht irgendwelche Metadaten...den Nagel sollte man sich erst gar nicht eintreten, Daten, Metadaten und Formatierung zu vermischen...


lg


Max

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Hallo,

von Citavi wird das genau dafür verwendet, z. B.

https://help.citavi.com/topic/literaturverzeichnis-plötzlich-unvollständig#comment-136767

Sind nicht alle bibliografischen Angaben Meta-Daten?

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Ich würde das so sehen, dass zwar in Bezug auf das Dokument die bibliografischen Angaben Metadaten sind - das aber zB. der "Dokumententyp" wieder um in Bezug auf die bibliografischen Daten einen Meta-Datentyp darstellt.


In dem verlinkten Beispiel geht es darum, dass der Hinweis "Manuscript Submitted for Publication" im Literaturverzeichnis aufscheinen soll. Das wären für mich "Daten" in dem Sinn, als dass sie in der Ausgabe angezeigt werden (können). Mir geht es aber darum, Pre-Prints eine "Meta"-Kategorie zuzuweisen - eben den Dokumenten*typ* - und keinen "Beipacktext". Diese Kategorisierung kann dann ggf. auch zu einer Ausgabe von Text, durchaus aus dem "Titelzusatzfeld" kommen, dient aber gleichzeitig der Dokumentverwaltung. Den "Titelzusatz" zur Dokumentverwaltung zu "missbrauchen" ist sicher ein Workaround um denselben Effekt zu erreichen, aber nicht wirklich im Sinne des Erfinders und einer sauberen Datenbankstruktur...


lg

Max

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Abend,

für mich sind die Dokumententypen inzwischen vor allem Regelsets fürs LitVZ, die auch 1, 2, 3, 4, 5 ... oder Apfelkuchen, Marmorkuchen etc. heißen könnte, aber mit Monografie und Internetdokument ist es leichter, zu behalten welche Darstellung gemeint ist.

Ein Vorteil von Citavi ist, dass man damit sehr unterschiedliche Dinge machen kann. Soweit ich dein Anliegen verstehe, wären die Gruppen wirklich eine Überlegung wert. Ansonsten könntest du auch einen Dokumententyp zweckentfremden, den du nicht brauchst, oder mit den Freitextfeldern arbeiten.

Viel Erfolg bei der Suche einer passenden Lösung.

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