Mehr Dokumententypen für Audiovisuelle Formate

Jonas M. hinzugefügt 15 Tagen her
in Prüfung

Hallo Ihr Lieben,


für Audioformate gibt es bisher eine große Bandbreite an verschiedenen Dokumententypen: Hörbuch, Hörspiel, Musiktitel in…, Musikwerk/Musikalbum, Radio- oder Fernsehsendung, Ton- oder Filmdokument.

Die Auswahl für Audiovisuele Formate ist hingegen eher beschränkt. Bisher gab es nur eine Diskussion darum, zusätzlich den Dokumententyp "Serie" einzuführen: https://help.citavi.com/topic/neuer-dokumententyp-serie


Allerdings würde ich mir generell eine größere Vielfalt für audiovisuelle Medien wünschen. Schließlich entwickeln sich diese Formate in Zeiten von Netflix & Co. immer weiter. Die bisherige reine audiovisuelle Kategorie "Spielfilm" finde ich als Filmwissenschaftler sehr irreführend, weil dieser Begriff mMn nach eher als Abgrenzung zu Animationsfilmen oder Dokumentarfilmen gelten sollte.

Ich finde, die Kategorie der audiovisuellen Medien sollte eher nach Medium aufgeschlüsselt werden: Kinofilm, Fernsehfilm, Fernsehserie, Fernsehsendung, Online-Video, Streaming-Video, VHS/DVD/Blu-Ray (zu denen man dann auch Bonusmaterial wie Making-Of verknüpfen kann) … ich sehe hier eine ganze Menge Differenzierungspotential. Daher würde ich die audiovisuellen Dokumententypen auch von den reinen Audio-Dokumententypen entkoppeln, um das Quellenverzeichnis am Ende besser aufschlüsseln zu können. Als Filmwissenschaftler brauche ich ja immer ein Filmverzeichnis.


Man könnte dementsprechend auch die Übersichtsseite der Dokumententypen neu aufteilen in Text, Audio, Audiovisuell und Sonstiges.


Viele GrüßeJonas


PS.: Dies ist eine Auskopplung aus dem Sammelprojekt, Citavi für Filmzitation zu optimieren: https://help.citavi.com/topic/citavi-f%C3%BCr-filmzitation-optimieren

Kommentare (11)

Foto
1

Hallo Jonas

Wir stehen hier vor einem grundsätzlichen Problem, nämlich wie fein man die Dokumententypen darstellt. Theoretisch könnte man ja auch die Monographien feiner gliedern, z.B. in Sachbuch und Belletristik, und die Sachbücher nochmal aufteilen in Lehrbuch und Handbuch. Die Lehrbücher dann wiederum in Kompendium und Abriss.

Wenn man sich auf diese feine Differenzierung einlässt, dann ist das für die Expertinnen und Experten des jeweiligen Fachs sicherlich hilfreich. Diese wissen sofort, welchen Dokumententyp sie nutzen müssen, um eine Quelle zu erfassen. Für die Nicht-Expertinnen bedeutet die Vielfalt aber auch eine zunehmende Komplexität. Sie müssen bei der Aufnahme zusätzliche Entscheidungen treffen.

Erschwerend kommt hinzu, dass es - jetzt lehne ich mich ganz weit aus dem Fenster - keine Manuskriptrichtlinie gibt, die alle möglichen Dokumententypen berücksichtigt. Selbst Grundlagenwerke wie das "Publication manual of the American Psychological Association" oder das "Chicago Manual of Style" beschränken sich auf die Grundformen. Das bedeutet, dass die verfügbaren Zitationsstile im definitionsfreien Raum Annahmen treffen müssten, wie ein Werk im Literaturverzeichnis zitiert wird.

Zuletzt bedeuten viele verschiedenen Dokumententypen auch Probleme beim Datenaustausch mit anderen Programmen. Andere Programme, die diese Feineinteilung nicht haben, würden Daten liefern, bei denen Citavi nicht wüsste, welchen Dokumententyp es nehmen sollte. Und umgekehrt würde Citavi die Daten in einer Differenzierung exportieren, die von den anderen Programmen nicht verarbeitet werden kann.

Die bessere Lösung ist es darum, sich auf die formal ähnlichen Grundformen bei den Dokumententypen zu beschränken und dafür Sorge zu tragen, dass genau die Felder vorhanden sind, um z.B. über den Zitationsstileditor eine differenzierte Ausgabe zu ermöglichen. Ich denke, dass wir da tatsächlich die Aufnahme weiterer Felder noch etwas verbessern können. Ich möchte darum Ihren Vorschlag nicht auf "Abgelehnt" stellen, sondern auf "Prüfung", weil wir uns noch mehr um die fehlenden Felder kümmern müssen.

Freundliche Grüsse

Peter

Foto
1

Hallo Peter,

vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort! Natürlich verstehe ich, dass eine weitere Aufteilung unübersichtlich werden könnte. Daher ja der Vorschlag, die Übersichtsseite dann neu zu gestalten.

Vielleicht würde es aber zunächst auch einmal ausreichen, dass man in jedem Dokumententyp auf alle Felder zugreifen könnte. Ich habe zum Beispiel das Problem, beim Dokumententyp "Spielfilm" die Felder "Reihe" und "Auflage" nicht ausfüllen zu können, was ich aber für die Beschreibung der von mir zitierten DVD-Version gerne hätte.

Vielleicht wäre es aber auch eine generelle Möglichkeit, sich ähnlich wie bei Freitextfeldern ganz eigene Dokumententypen zu basteln? Das wäre zwar vermutlich ein bisschen mehr Aufwand, den ich aber in Kauf nehmen würde.


Viele Grüße

Jonas

Foto
1

Hallo Jonas

Gegen eigene Dokumententyp spricht, dass sich damit Daten mit anderen Nutzern nicht mehr austauschen lassen. Nutzer, die von anderen Programmen zu Citavi wechselten, haben auch leidvolle Erfahrungen mit selbst definierten Dokumententypen gemacht. Sie müssen aufwendig ein Field Mapping machen.

Die fehlenden Felder sehe ich aber auch.

Freundliche Grüsse

Peter

Foto
1

Da muss ich nochmal nachhaken, damit ich das Problem verstehe.

1.) Geht es um Cloud-Projekte, bei denen man mit anderen Citavi-Nutzen zusammenarbeitet? Da kann ich mir vorstellen, dass die benutzerdefinierten Dokumententypen bei denen nicht richtig angezeigt werden, da sich der Zitationsstil ja momentan meines Wissens nach noch nicht in die Cloud übertragen lässt. Ich denke aber, dass diese Funktion über kurz oder lang sicher implementiert wird und dann müsste das doch funktionieren, oder?


2.) Geht es dabei darum, dass die Nutzer in dem anderen Programm benutzerdefinierte Dokumententypen erstellt haben, die sich dann nicht in Citavi übernehmen lassen, und dass man dieses Problem nicht in die umgekehrte Richtung provozieren will?Wenn dem so ist, würde ich einfach einen Warnhinweis vor der Erstellung eines benutzerdefinierten Dokumententyps anzeigen, dass es in dieser Hinsicht Probleme geben könnte und dass man das auf eigene Gefahr macht. Ich sehe darin kein unlösbares Problem. :-)

Und wenn Citavi sich so positiv weiterentwickelt, habe ich ja auch keinen Grund zu wechseln. ;-)


Viele Grüße

Jonas

Foto
1

Hallo Peter,

"Die bessere Lösung ist es darum, sich auf die formal ähnlichen Grundformen bei den Dokumententypen zu beschränken und dafür Sorge zu tragen, dass genau die Felder vorhanden sind, um z.B. über den Zitationsstileditor eine differenzierte Ausgabe zu ermöglichen. Ich denke, dass wir da tatsächlich die Aufnahme weiterer Felder noch etwas verbessern können."

Wie haben Sie diese Aussage gemeint? Formal ähnliche Grundformen bei verschiedenen Lit-Prg? Inhaltlich formal ähnliche Grundformen (Spielfilm & Serien in Typ Spielfilm)? Oder Grundform "Monographie/Spielfilm" und "Beitrag in/Serie"?

Für das stringente Befüllen der (neuen) Felder in den Dokumententypen hier eine Idee.

FG Erika

Foto
1

Guten Tag Jonas + Erika

Ich will ein konkretes Beispiel nennen: Bei Zeitschriftenaufsätzen haben wir den Fall, dass diese unterschiedlich zitiert werden, je nachdem ob diese vor der Drucklegung online veröffentlicht wurden (und dann ggf. schon eine DOI-Adresse haben). Das kann der Zitationsstil-Editor schon jetzt abfangen. Es gibt aber Zitationsstile, die dann auch nochmal unterschiedliche Ausgaben erwarten, wenn ein veröffentlichter Artikel wieder zurückgezogen wurde. Das ist der Fall, bei dem noch ein Feld in Citavi fehlt, um verschiedene Veröffentlichungs-Stati zu dokumentieren und später über den Zitationsstil nutzbar zu machen.

Ein anderer Fall sind Lexikonbeiträge. Die unterscheiden sich formal kaum von Sammelwerkbeiträgen, darum kann man diese jetzt schon mit einem Kniff in einem Zitationsstil berücksichtigen. Das ist aber für die Nutzer umständlich. Hier wäre es darum sinnvoll, einen neuen Dokumententyp Lexikonartikel zu ergänzen.

Ebenfalls wünschenswert wäre ein Dokumententyp "Forschungsdaten". Für den gibt es bisher in Citavi keinen ähnlichen Dokumententypen, der durch das Hinzufügen weiterer Felder auch für Forschungsdaten dienlich wäre.

Benutzerdefinierte Dokumententypen müssten nicht im Zitationsstil abgelegt werden, sondern auf Datenbank-Ebene. Der Zitationsstil müsste die neuen Dokumententypen und deren Feld-Benennung erkennen und nutzen. Diese Freiheit schafft mehr Probleme als sie löst. Wirklich.

Freundliche Grüsse

Peter

Foto
1

Hallo Peter,

Vielen Dank für Ihre obige Antwort, die mich jetzt verwirrt. Die Beispiele sind nachvollziehbar, beantworten in meinem Fall meine Fragen nicht. Oder: wo stehe ich auf dem Schlauch?

FG Erika

Foto
1

Guten Tag Erika

Mir ging es darum zu sagen, dass man nicht jeden möglichen Dokumententyp abbilden muss (Roman, Sachbuch, Lehrbuch), wenn diese formal identisch sind (alle haben eine/n Autor/in, einen Verlag etc.), d.h. über den bestehenden Dokumententyp "Monographie" gut zu erfassen sind. Wir haben z.B. in Citavi 6 aber für Monographie das Feld "Medium" ergänzt, um im Zitationsstileditor die Option zu haben, zwischen gedruckten und digitalen Monographien (eBooks) zu unterscheiden.

Freundliche Grüsse

Peter

Foto
Foto
2

Wenn ich das richtig verstehe, ist es entwicklungstechnisch ein großer Aufwand, neue Dokumententypen anzulegen. Dann würde ich meinen Wunsch zunächst einmal auf einen neuen Dokumententyp VHS/DVD/Blu-Ray beschränken als Äquivalent zum bereits existierenden Typ "Musikwerk/Musikalbum". Also einen Dokumententyp, mit dem man Beiträge verknüpfen kann. Das wäre für meine Arbeit mit DVD-Extras sehr wichtig. Alles andere kann ich mir auch erst mal anders zurechtbasteln. :-)


Viele Grüße

Jonas

Foto
1

Guten Tag Jonas

VHS/DVD/Blue-Ray wäre kein guter Dokumententyp, weil er nur das Speichermedium, aber nicht die Inhalte beschreibt. Auf einer DVD könnte sowohl eine Software wie auch ein Spielfilm gespeichert sein, die beide unterschiedlich erfasst sind.

Freundliche Grüsse

Peter

Foto
2

Guten Tag Peter,

was wäre denn dann Ihr Vorschlag, um beispielsweise aus dem Making-Of eines Films zu zitieren, das sich als Bonusmaterial auf einer Film-DVD befindet?

Viele Grüße

Jonas

Foto
1

Guten Tag Jonas

Ich habe versucht, einen Fall zu konstruieren:

/91a3c0b3c1dd7a011006dacb0fb2e972

Freundliche Grüsse

Peter