IGH Entscheidungen im OSCOLA Stil

Lilo B. hinzugefügt 2 Monaten her
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Hi,


Wie muss man die Titel Informationen ausfüllen um IGH Entscheidungen im OSCOLA Stil korrekt zu zitieren. Trotz mehrerer Versuche und einigem Stöbern in verschiedenen Foren hat sich mir dies noch nicht erschlossen.

Bisher werden entweder zu viele (doppelte Jahreszahlen), falsch formatiert (alles oder zuviel kursiv) oder zu wenige Informationen angezeigt. Und wenn ich die Gerichtsentscheidungen manuell machen muss, dann kann ich auch gleich alles manuell machen...

Sicherlich gibt es hierfür eine Lösung, die ich schlichtweg bisher noch nicht gefunden habe.

Um Hilfestellung wäre ich sehr dankbar,

Mit besten Grüßen,


Lilo

Kommentare (3)

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Hallo Lilo

Das grundlegende Problem ist, dass Citavi den von Ihnen benötigten Dokumententyp (noch) nicht anbietet: Cases. Gemäss OSCOLA wäre das so zu erfassen:

/c0df586fb4b5ddd0ed60f7909131ed6c

Da Gerichtsentscheidungen nicht im Literaturverzeichnis erscheinen, möchte ich für die Fussnote in diesem Fall ein händische Eingabe in Word nach einem der o.g. Vorbilder empfehlen.

Freundliche Grüsse

Peter

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Lieber Peter,

das stimmt so nicht so ganz. "Cases" ist ja nicht anderes als "Gerichtsentscheidungen"/"Court Decision" und den Dokumententyp bietet Citavi sehr wohl an. Citavis OSCOLA-Stil setzt die Anforderungen von OSCOLA für reine englisch-walisische Entscheidungen auch mehr oder minder (mehr minder, minder mehr) um.

Das Problem ist, dass OSCOLA unterscheidet, wie Gerichtsentscheidungen zu zitieren sind in Abhängigkeit davon, aus welcher "Jurisdiktion" sie stammen, wenn man den IGH mal als eigene Jurisdiktion betrachtet. Englisch-walisische Entscheidungen werden anders zitiert als deutsche Entscheidungen werden anders zitiert als französische Entscheidungen werden anders zitiert als kanadische Entscheidungen werden anders zitiert als IGH-Entscheidungen.

Ich habe, vielleicht bekannt, das so gemacht, dass ich das Datum "Jurisdiktion" in Ermangelung eines besseren Feldes in das Feld "Sortiert nach" des Gerichts eingetragen habe, und dann die Vorlagen danach unterscheiden, aus welcher Jurisdiktion die Gerichtsentscheidung stammt.

Es gibt keinen tieferen Grund, warum Citavis OSCOLA das nicht auch so macht, um etwa IGH-Entscheidungen regelkonform zu drucken. Als Hauptunterschied zu englisch-walisischen Entscheidungen fällt ja etwa auf, dass die Art des Dokuments angegeben wird, es ist nicht nur Endurteil, sondern häufig auch prozessuale Dokumente. Das ließe sich etwa in das Feld "Art der Entscheidung" eingeben, und Citavis OSCOLA-Feld gibt das dann aus, wenn die Jurisdiktion=IGH ist.

Beste Grüße (und ein frohes neues Jahr)

JJ

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Lieber Jan Jakob

Vielleicht war meine Aussage zu "Cases" zu absolut. Wir hatten uns früh mit dem Bluebook of Citations auseinandergesetzt und dort gesehen, dass Cases unterschiedlich zitiert werden, je nachdem ob die Entscheidungen von einem "Federal Court" oder einem "State Court" gefällt wurden. Während wir für deutsche und zur Not auch europäische Gerichte mit Hilfe von Skripten die Rangordnung und deren unterschiedliche Zitierung abbilden können, scheitern wir bei "State Courts", wenn diese je nach Bundesstaat unterschiedlich zitiert werden.

Sie haben für sich einen Weg gefunden, wie Sie Citavi auch für internationale Rechtsprechung nutzen können. Das gelang Ihnen, weil sie mit viel technischem Verständnis und Programmier-Knowhow Anpassungen an den Stilen vorgenommen und Felder umgewidmet haben. Das kann aber keine generalistische Lösung sein. Wir müssten stattdessen klären, unter welchen Voraussetzungen es sich wirtschaftlich lohnen würde, Citavis Datenbankmodell und Citation Engine für Juristinnen und Juristen ausserhalb des DACH-Raums zu erweitern.

Freundliche Grüsse

Peter