Einprojektansatz und Wissenselemente als Manuskriptteile

Marcus O. hinzugefügt 4 Monaten her
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Liebes Citavi-Team,

gerne würde ich Ihre Pläne für folgende Arbeitsgewohnheiten kennen:

Gibt es Überlegungen, vom Mehrprojektansatz Abstand zu nehmen? Ich arbeite bisher mit einem Citavi-Projekt. Das erweist sich aber mit zunehmender Größe der Datenbank als umständlich. Auch die Übersicht geht verloren. Ich würde mir wünschen alle meine Textproduktionen nur aus einer Datenbank zu erstellen.

Hierzu gehört auch, dass ich gerne den Umweg über Word vermeiden und meinen Text erst dann nach Word exportieren möchte, wenn es nur noch um das Layout geht. Ich würde gerne mehr in Citavi schreiben können. Hierzu müsste ich Wissenselemente (Gedanken) als Teile des Manuskripts benutzen können. MIt Citavi 5 war mein Workaround, dass ich temporäre Zitate per copy/paste in die Gedanken aufgenommen habe. Das ist mit Citavi 6 nicht mehr möglich. Gibt es Überlegungen in Ihrem Team, die Funktion der Wissenselemente entsprechend zu erweitern, damit man sie ähnlich wie ein Word-Dokument nutzen kann?

Mit bestem Dank für Ihre Mühe und freundlichen Gürßen

Kommentare (6)

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Lieber Marcus

Vielen Dank für Ihre Fragen!

Es ist auch möglich, nur ein Citavi-Projekt für alles zu nutzen, siehe dieser FAQ-Artikel. Allerdings sollte die Größe des Projektes 50.000 Titel nicht überschreiten.

Ihre Wissenselemente und Gedanken können Sie weit ausformulieren, jedoch lassen sie sich nicht zu größeren Textteilen kombinieren.

Der Vorschlag, die eigene Arbeit bereits weit fortgeschritten in Citavi schreiben zu können, steht bereits auf unserer internen Wunschliste, auf der ich Ihre Stimme ergänzt habe.

Viele Grüße

Jana

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Man muss aber realistisch sagen, dass das Word-AddIn bei großen Projekten extrem langsam wird. Ich habe nur 8000 Titel im "Alles"-Projekt, und bei jedem Aktualisieren der Nachweise dauert es 30 Sekunden, bis Word das Projekt neu geladen hat. Eine wirklich funktionierende Alternative sind große Projekte derzeit nicht.

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Jan, aber da gehört der Zusatz dazu, dass in deinem Projekt sehr viele Kategorien enthalten sind, die wohl schon als Ursache für die Laufzeitprobleme erkannt wurden. Und möglicherweise unendlich Scripte ;-)

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Viele Kategorien hat man beinahe zwangsläufig, wenn man dem Ansatz folgt, weil dann die Gliederung jeder Publikation in dem Projekt ist. An den Skripten wird es eher nicht liegen, die sollten die Ladezeit des Projektes nicht beeinflussen (ich brauche das nicht so vorsichtig zu formulieren: das hat damit schlicht und ergreifend gar nichts zu tun).

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Stimmt natürlich, die Scripte haben keinen Einfluss auf den Start des Projekts, wohl aber, wenn es aus dem verbundenen Dokument heraus geöffnet wird. Und auch ich merke natürlich, dass ein großes Projekt länger lädt als ein kleines. Dabei bin ich aber – auch und vor allem aufgrund der bekannten Probleme mit den Kategorien – davon abgekommen, jede Publikation in diesem Gesamtprojekt bei den eigenen Kategorien zu berücksichtigen. Ich arbeite da mit Gruppen. Das Hauptprojekt (heißt bei mir überraschenderweise "all") ist nur aufgeteilt nach inhaltlichen Gesichtspunkten.

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Konsens scheint es jedenfalls zu sein, dass sich ein Gesamtprojekt derzeit produktiv nicht nutzen lässt (oder zumindest sehr schnell an die Grenze stößt, wenn man Citavi wirklich so nutzt, wie es designt ist, mit Kategorien zur inhaltlichen Gliederung).

Das ist ja auch nicht so schlimm, man kann ja mehrere Projekte haben, aber genau das was gewünscht ist, das produktive Arbeiten mit nur einer Datenbank geht nicht wirklich gut; die Realität muss man offen benennen.

Noch mal aber zu den Laufzeiten: wenn man die Nachweise aktualisiert, gibt es zwei Schritte. Erst geht Citavi alle Nachweise durch und formatiert diese, und dann lädt sich das Projekt im AddIn neu. Ich kann empirisch nicht feststellen, dass die Auswahl des Zitationsstils irgendeinen Einfluss auf die Länge des zweiten Schritts hat. So komplex können meine Skripte (die ja auch nicht zum Spaß da sind) dann auch nicht sein. Wichtiger aber: wenn das so wäre, wäre das ein eklatanter Designfehler. Der Zitationsstil wird ja nur benötigt, um die Nachweise zu formatieren, er sollte überhaupt keinen Einfluss darauf haben, wie lange das Neuladen der Projektdaten dauert.

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das wäre mal interessant, wenn das Dokument mit dem Basis Stil versehen geschlossen und anschließend wieder geöffnet wird. Gibt es da merklich eine Laufzeitänderung?

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Das ist m.E. durch "Ich kann empirisch nicht feststellen, dass die Auswahl des Zitationsstils irgendeinen Einfluss auf die Länge des zweiten Schritts hat" bereits beantwortet. Jedenfalls: "Nein". Natürlich wirkt sich das auf den ersten Schritt aus, die Länge dessen ist aber in erster Linie eine Funktion der Zahl der Nachweise, nicht des Projektumfangs.

Ich habe gerade gemerkt, dass die Länge der Publikation einen Einfluß darauf hat, wie lange der zweite Schritt dauert, was auch ein bißchen komisch ist, aber vielleicht daran liegt, dass Citavi im zweiten Schritt auch abgleicht, welche Zitate und Titel bereits in Nachweisen verwendet wurden. Je länger die Publikation, desto markanter auch die Unterschiede, ob die Verknüpfung mit dem "Gesamtprojekt" oder dem Spezialprojekt besteht.

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Wenn ich meine Antwort editiere gibt es wieder keine E-Mail-Benachrichtigung, daher noch als separater Kommentar ausdrücklich: Es geht nicht um das erstmalige Laden des Projektes beim Öffnen der Publikation, es geht um das Neuladen, oder was auch immer da geschieht, beim Aktualisieren (sprich: Formatieren) der Nachweise. Ich habe nie vom Laden des Projektes beim Öffnen des Dokumentes gesprochen. Daß das dauert ist ja nicht so schlimm, das macht man ja nur einmal in einer Schreibsession. Nachweise aktualisieren geschieht, insbesondere wenn man den Automatismus nicht ausgeschaltet hat, aber sehr, sehr häufig.

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Ich habe ein Video gemacht, das unterschiedliche Reaktionszeiten zeigt, und zwar je nachdem welcher Stil und welche Word-Add-in-Einstellungen vorgenommen wurden. Dabei habe ich ein Projekt mit 21.000 Titeln und 195 Kategorien mit einer 1000-Fussnoten-Word-Datei genutzt: https://www.screencast.com/t/63Gh2HJgAo5D

Es zeigt sich, dass insbesondere die Funktion "Formatanweisungen des Zitationsstils sofort anwenden" die Reaktionszeit des Word Add-ins belastet.

Freundliche Grüsse

Peter

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Die Reaktionszeiten sind m. E. wenig problematisch. Beim Öffnen, Schließen und Einfügen in Word bin ich bereit etwas zu warten. Meine Sorge gilt eher der weiteren Entwicklung von Citavi. Wird es denn in naher Zukunft wieder eine Möglichkeit geben (wie dies mit temporären Zitationen - zwar umständlich, aber immerhin - gelang) Teile des Manuskripts in Citavi selbst zu verfassen? Gerade bei längerfristigen Projekten ist dies unumgänglich. Die Arbeit mit Einzelprojekten ist keine Alternative (Zeitverlust bei der (Re)Integration der Einzelprojekte in das Gesamtprojekt, Konsistenz der Daten etc.). Bei aller Begeisterung über die Möglichkeit in Teams (und bald im Browser) zu arbeiten, ich wäre sehr dankbar, wenn Sie diese Schwachstelle von Citavi im Auge behielten. Bei all den hervorragenden Fortschritten im Verwalten von Informationen, wäre doch jetzt eigentlich auch mal wieder das Schreiben dran ...

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Hallo Marcus,

Es gibt im Team einen starken Fürsprecher für das vorbereitende Arbeiten innerhalb von Citavi. Aber bevor wir dahin kommen, wird es noch ziemlich dauern. Erst müssen die anderen Mega-Projekte aufgegleist werden.

Freundliche Grüsse

Peter