Citavi Picker und juris Import

Florian hinzugefügt 4 Monaten her
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Liebes Citavi Team,

Seit dem Update auf die neue Citavi Picker Version, die grundsätzlich auch sehr schick aussieht, nimmt der Picker beim Import von Urteilen aus "juris" auch die Fundstelle auf. Dies ist grundsätzlich auch sehr zu begrüßen, allerdings wird - zumindest bei mir - nun die gesamte Fundstelle im Feld „Fundstelle“ abgelegt.

Ich dachte nun bisher immer, dass sich die Kategorie Fundstelle auf die entsprechende Zeitschrift bezieht. Wenn der Picker aber nun jedes Mal die gesamte Fundstelle importiert führt dies dazu, dass jedes Mal eine neue Zeitschrift angelegt wird. Dadurch hat man dann schnell einmal zehn verschiedene Zeitschriften die mit BGHZ beginnen.


Ist dies so gewollt? Bzw. gibt es die Option, selber die vom Picker zu importieren in Daten auszuwählen - Ich würde bei Entscheidungen auch grundsätzlich gern auf den Import des Senats verzichten...


Picker Version 2020.2.10.13 - Browser Firefox

Vielen Dank und viele Grüße


P.S: Ich habe außerdem das unbestimmte Gefühl, dass seit dem Update auf den neuen Picker auch die Auswahl von Optionen im Kontextmenü bei Citavi deutlich verzögert ist.

Kommentare (6)

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M.E. ist das ein Missing Feature hart an der Grenze zum Bug.


Dessen ungeachtet, ich hatte mal ein Skript geschrieben, welches einen String automatisch auseinanderdrösel und die einzelnen Elemente in die richtigen Felder übernehmen kann. Das ließe sich hier anpassen. Ich habe aber selber keinen Juriszugang. Wenn ich zwei Screenshots, einmal mit Ist-Zustand, einmal mit Soll-Zustand sehen könnte, das wäre hilfreich.


Der Import des Senats ist ggf. unschädlich, wenn in der Fußnote und im Entscheidungsverzeichnis eh nur die Abkürzung BGH auftauchen soll. Supernotwendig ist das aber in der Tat nicht. Das ergibt sich ja schon aus dem Aktenzeichen.

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Hallo Florian

Ich spreche mit unserem Entwickler, ob der Picker folgende Logik umsetzen kann:

Sind mehrere Fundstellen angegeben, trägt Citavi das erste Wort der ersten Fundstelle in das Feld Fundstelle ein und verteilt die beiden nachfolgenden Daten auf Jahrgang und Seite, z.B.:

  • BGH [erstes Wort] = Fundstelle;
  • 199 [erste Zahl] = Jahrgang
  • 322 [zweite Zahl] = Seite

Weitere Fundstellen werden in toto in das Feld Parallelfundstellen kopiert.

Sie kennen Juris aus Ihrer täglichen Praxis besser als ich, darum wäre ich an Ihrer Meinung interessiert: Ist das über alle möglichen Gerichtsentscheidungen hinweg ein gangbarer Weg?

Freundliche Grüsse

Peter

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Das geht so einfach nicht, weil unterschieden werden muss, ob die angegebene Fundstelle eine Zeitschrift ist, bei der die Ziffer danach ins Jahrfeld muss, oder eine Entscheidungssammlung, bei der die Zahl in das Jahrgangsfeld gehört. Mein Skript parst übrigens auch das Feld Parallelfundstellen für diesen Klassiker.

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Hallo SirPounce

Besten Dank für den "Einspruch".

Wäre es denkbar, alle Zahlen grösser als 1800 in das Jahr-Feld einzutragen?

Freundliche Grüsse

Peter

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Hallo SirPounce und Peter,

vielen Dank für die schnellen Antworten!

Zuerst zur ersten Antwort von Peter: grundsätzlich könnte so eine Lösung aussehen. Allerdings müsste man eigentlich wie von SirPounce angemerkt für jede einzelne Zeitschrift definieren, ob die nächste Ziffer ein Jahr oder einen Band darstellen soll. Bei den meisten Zeitschriften auf juris sollte es sich aber ohnehin um Jahre nach 1800 handeln, sodass ein Workaround – wie von Peter beschrieben – in Betracht kommt.

Ich habe im Screenshot Nr. 2 ein Urteil des BFH angehängt: Die Fundstelle das Bundessteuerblatt II (BStBl II) zeigt, dass theoretisch noch andere Zwischenzusätze möglich sind, ich habe aber beispielsweise die verschiedenen Bände des Bundessteuerblatts einfach als unterschiedliche Zeitschriften eingepflegt, sodass auch hier ein Workaround möglich ist.


Das Bild eins im Anhang ist die von SirPounce gewünschte juris Ansicht wobei die blaue Linie markiert, was zur Zeit vom Picker übernommen und ins Feld Fundstelle eingetragen wird. Die grünen Linien oben zeigen die einzelnen Bestandteile, also Zeitschrift, Band bzw. Jahr, Seitenreichweite und den Umfang der Veröffentlichung. Mir persönlich ist der Bereich des Umfangs allerdings egal, wobei ab und an in Fußnoten kenntlich gemacht wird, wenn auch Anmerkungen enthalten sind - Dafür ist aber ohnehin kein eigenes Feld in Citavi vorgesehen, sodass das im Einzelfall über ein Freitextfeld laufen müsste?


Noch einmal zum Import des Senats: grundsätzlich verwenden die Zitierstile doch die Komponente Gericht und übernehmen dann auch den Senat, wenn dieser im Gerichtsfeld mit eingetragen ist. Den Senat möchte ich aber ungern außerhalb des Aktenzeichens mitzitieren und m.E. ist dies auch nicht üblich. Mir ist klar, dass den einzelnen Senaten als Institution auch separate Abkürzungen zugeordnet werden können. Über alle Gerichte verteilt ist dies aber doch Arbeit und meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig.


Viele Grüße

Florian

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Wir haben jetzt einigen Input zur Verbesserung des Fundstellen-Handlings erhalten. Ich mache daraus einen Verbesserungsvorschlag für den zuständigen Entwickler. Es wird noch ein paar Wochen dauern, bis das umgesetzt ist.

Ich bedanke mich aber bei allen Diskutanten für die Unterstützung.

Freundliche Grüsse

Peter